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Lochkrankheit: Wie Sie Ihren Zierfischen helfen können

Ist die Lochkrankheit ansteckend? Diese Frage stellen sich alle Aquarianer, die an ihren Zierfischen typische Symptome der Erkrankung erkennen. Hier erfahren Sie, wie Sie die Erkrankung behandeln und welche Maßnahmen Sie zum Schutz Ihrer Fische ergreifen sollten.

Symptome der Löcherkrankheit

Vorab: Die Erkrankung bricht vor allem beim Skalar und beim Diskus aus. Auch Buntbarsche können erkranken, was allerdings seltener als bei den aufgeführten Zierfischarten vorkommt. Die Symptome äußern sich sowohl optisch wie im Verhalten der Tiere. Weiße Flecken, ähnlich einem Pickel sind ein sicheres Anzeichen für die Erkrankung. Die Flecken sowie die vor allem am Kopf der Tiere entstehenden Löcher fallen auf. Erkrankte Fische nehmen eine dunkle Färbung an. Das Verhalten der sonst lebhaften Tiere verändert sich mit fortschreitendem Krankheitsverlauf. Die Tiere werden apathisch, verstecken sich und sind schreckhaft. Die Symptome können einzeln oder zusammen auftreten und sind immer ein Signal für dringenden Handlungsbedarf. Geschwüre und schleimig-weißer Kot treten im Verlauf der Erkrankung ebenfalls auf. Beobachten Sie Ihre Fische täglich aufmerksam, fallen Ihnen die aufgeführten Symptome bereits im Frühstadium auf und Sie können eine Behandlung einleiten.

Ursachen der Lochkrankheit beim Fisch

Die Ursachen sind so vielseitig wie die Symptome, die auf eine Locherkrankung beim Zierfisch hinweisen. Bakterielle Infektionen und Mangelerscheinungen durch falsche Ernährung sind die häufigsten Ursachen. Auch Pflegefehler, vor allem in kleinen Becken mit wenig Wasser, begünstigen die Ausbreitung der Krankheit. Da verschiedene Ursachen zum Ausbruch der Krankheit führen, sollten Sie eine Abklärung beim Tierarzt vornehmen lassen. Ist der Erreger gefunden, kann zielgerichtet gegen die Krankheit vorgegangen und eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Prüfen Sie vorab, wie Sie Ihre Zierfische ernähren und ob diese alle lebensnotwendigen Mineralien und Nährstoffe über das Futter erhalten. Kontrollieren Sie auch die Wasserqualität, da diese einen immensen Einfluss auf die Gesundheit der Tiere nimmt. Je kleiner das Becken, umso größer die Gefahr. Eine Ursachenbestimmung liegt dem Behandlungserfolg zugrunde.

Behandlung der Erkrankung

Auch wenn die Erkrankung nur bedingt ansteckend ist, sollten Sie die betroffenen Tiere aus dem Gesellschaftsbecken entfernen und in einem Quarantäne-Aquarium unterbringen. Eine medikamentöse Behandlung ist ebenso notwendig wie die besonders ausgewogene Ernährung. Die Erkrankung wirkt sich auf den Verdauungstrakt aus und führt dazu, dass der Körper nicht mehr mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Im Verlauf der Lochkrankheit versuchen die Tiere, den Mangel durch Abwurf von Knorpelgewebe auszugleichen. Dadurch entstehen die Löcher, die bei dieser Erkrankung namensgebend sind. Wird nicht rechtzeitig behandelt, bilden sich Geschwüre und die Erreger gehen vom Magen-Darmtrakt in die Blutbahn der Tiere über. Je früher die Symptome erkannt und behandelt werden, umso besser sind die Heilungschancen. Das abgeworfene Gewebe bildet sich wieder nach, wodurch die sichtbaren Anzeichen der Erkrankung nach einigen Wochen vollständig verschwunden sind.

Der Locherkrankung bei Zierfischen vorbeugen

Mineralstoffmangel ist der häufigste Auslöser für die Pilzerkrankung. Wenn Sie Ihre Zierfische ausgewogen ernähren, können Sie die Krankheit im Regelfall ausschließen. Die Nahrung sollte unbedingt ausreichend Rohfasern enthalten, da diese für eine gesunde und gleichmäßige Verdauung sorgen. Setzen Sie in Aquarien so wenig wie möglich Chemie ein. Ein gut „eingefahrenes“ Becken bietet den Tieren einen gesunden Lebensraum. Teilwasserwechsel sind angeraten, da sich immer wieder Futterreste und Kotablagerungen ansammeln. Die beste Prävention gegen diese Erkrankung ist die Sichtkontrolle, durch die Sie den Gesundheitszustand der Zierfische erkennen und bei Krankheitsanzeichen Maßnahmen ergreifen können.

Eine ausgewogene Ernährung, die richtige Wassertemperatur und eine gute Wasserqualität sind die beste Vorbeugung. In regelmäßigen Abständen sollten Sie mit speziellen Teststreifen prüfen, ob das Wasser frei von Bakterien und Keimen ist. Nehmen Sie Wasserwechsel in regelmäßigen Abständen vor und setzen neue Fische nie ohne vorherige Quarantäne in Ihren Aquarienbestand.